"..you never know what happens, if you are on stage with Anna Anderluh." (Anna Laszlo)

Anna Anderluhs Lieder, welche sie selbst als „Dirty Anderluh Kunstlieder“ bezeichnet, könnten als lyrische Popsongs beschrieben werden, wäre da nicht ihre ungewöhnliche Kehlkopfakrobatik und die Harmonik und Rhythmik des Jazz, die sie spielend in die Musik einfließen lässt. 
Ihre expressive, uneitle Stimme schraubt sich zart, melismatisch in die Höhe um dort in schreiende Multiphonics und Distortion zu zerbrechen und im nächsten Moment über mongolische Ober - und Untertongesänge in Untiefen zu rasseln. 
Begleitet von einer selbst umgebauten Autoharp, dem indischen Harmonium, dem präparierten Klavier oder minimalistischen Loops, die von ihrer Stimme oder diversen schönen, kleinen Dingen live erzeugt werden, entführt sie in eine sinnliche Traumwelt, die einem vor lauter Staunen den Atem verschlägt. 
Die direkten, oft kritischen Texte wecken auf und verhindern die Gefahr des "Eingelulltwerdens".
Wer sich ein Abendberieselungsprogramm auf einer Einbahnstraße erwartet ist bei Anna Anderluh an der falschen Adresse.
Es geht um Kommunikation. - mit dem Publikum, den Instrumenten, der Stimme, dem Klang selbst, mit einem selbst. Es geht um berührt werden, vor den Kopf gestoßen werden, Humor, Reflektieren, Resonanz.